
Eine klare Antwort aus der Norm – und was sie für Ihr Audit bedeutet
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie leiten das Qualitätsmanagement in einem KMU mit knapp 10 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 zertifiziert, die Prozesse laufen, die Kunden sind zufrieden. Beim jüngsten Zertifizierungsaudit erhalten Sie eine Nebenabweichung. Der Grund: In der Managementbewertung wurde das Thema „Leistung externer Anbieter“ nicht in dokumentierter Form berücksichtigt. 🤔
Sie sind irritiert. Denn eigentlich haben Sie alle Punkte durchgesprochen – nur eben nicht wörtlich protokolliert. Ist das wirklich ein Problem? Und vor allem: Fordert die ISO 9001:2015 (bzw. die ISO 9001:2026) und auch alle anderen Managementsystemnormen hier tatsächlich eine schriftliche Dokumentation?
Genau diese Frage hat uns ebenfalls beschäftigt. Und weil wir Klarheit wollten – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden –, haben wir beim DIN-Normenausschuss eine offizielle Interpretationsanfrage gestellt. Die Antwort ist eindeutig – und durfte viele QM-Verantwortliche, Auditoren und Berater beruhigen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was die Norm wirklich fordert, wie die offizielle Interpretation lautet und welche praktischen Konsequenzen sich daraus fur Ihre Managementbewertung und Ihr nächstes Audit ergeben.
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